Das Projekt

Der Kanton Graubünden gilt seit Generationen landesweit als Hochburg des Chorgesangs. Entsprechend haben zahlreiche einheimische Komponisten den hiesigen Chören ihre Musik auf den Leib geschrieben. Manches davon wurde weder gedruckt noch verlegt und droht in Vergessenheit zu geraten, wenn es nicht erfasst wird. Das Projekt „Edition  Bündner Komponisten“ schliesst diese Lücke, indem es unveröffentlichte Werke aufbereitet und zugänglich macht.

 

Die Anfänge

Der Initiant des Projekts „Edition Bünder Komponisten“ war Johannes Flury, damaliger Rektor der Pädagogischen Hochschule Graubünden (PHGR). Er betraute den Musikwissenschafter und Dozenten Stephan Thomas mit der Projektleitung. Die Edition Bündner Komponisten ist als Forschungsprojekt angelegt und in der Abteilung Forschung & Entwicklung/Dienstleistungen der PHGR angesiedelt. Das Projekt erhielt eine Anschubfinanzierung durch die Graubündner Kantonalbank. Als Projektpartner konnte das Institut für Kulturforschung Graubünden (ikg) gewonnen werden.

 

Die Projektziele

Das Projekt „Edition Bünder Komponisten“ bearbeitet und veröffentlicht schwerpunktmässig Chormusik. Daneben werden auch Orchesterwerke oder Sololieder zugänglich gemacht. Wurden zu Beginn hauptsächlich Komponisten der Nachromantik und des frühen und mittleren 20. Jahrhunderts publiziert, werden akutell auch Werke noch lebender Komponisten veröffentlicht.

 

Aktivitäten

Neben der Veröffentlichung von Kompositionen setzt sich die "Edition Bündner Komponisten" auch für die Verbreitung der publizierten Musik ein. In Zusammenarbeit mit dem Kammerchor Chur (2013, Leitung: Heinz Girschweiler) und dem RTR wurde die CD "Inedì" produziert. Weiter wurden zwei Chorkonzerte (2012-2013) mit auf der Website veröffentlichten Werken durchgeführt.

 

Ausblick

Die Edition Bündner Komponisten hat weder den Anspruch, das Bündner Musikschaffen in seiner Gesamtheit abzubilden noch von den erfassten Komponisten das Gesamtwerk zu veröffentlichen. Nichtsdestoweniger ist es das Ziel der Edition, künftig in die Breite und in die Tiefe zu wachsen, d.h. einerseits neue Komponisten der Vergangenheit und der Gegenwart für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und das Angebot bei den bereits publizierten Komponisten auszuweiten. Ein weiteres Ziel ist die Vernetzung mit ähnlich ausgerichteten Institutionen. Schliesslich sollen auch künftig Konzerte mit der neu publizierten Musik aufgeführt werden.